Geschichtliche Entwicklung

Ich werde immer wieder gefragt, woher hast Du so viele antike Schätze?

Der Ursprung all dieser schönen Dinge, die ich Euch anbieten kann, liegt bereits vor meiner Geburt und in meiner frühen Kindheit, vor über 70 Jahren. Damals hatte mein Opa einen Zigarren- und Zigarettengroßhandel als Familienbetrieb. Mein Vater und meine Mutter waren ebenfalls mit eingespannt. Es wurden Gaststätten, Tanzlokale und Bauernhöfe mit Tabakwaren beliefert, Automaten aufgefüllt und bei Sportveranstaltungen in Fußballstadien Zigaretten und Süßigkeiten verkauft, was meistens mein 8 Jahre älterer Bruder mit seinem Bauchladen übernahm, um sich etwas Taschengeld zu verdienen.

Bei Schützenfesten baute mein Opa immer einen Rauchwaren- und Garderobenstand auf.

Für mich gehörte es zur Normalität, mit meinem zwei Jahre älteren Bruder den größten Teil der Tageszeit auf der Rücksitzbank eines Autos zu verbringen. Ein Kindermädchen gab es damals für uns nicht. Wir sahen und erlebten viel, spielten Karten und beobachteten die Erwachsenen beim Verhandeln. Der große Nachteil, der ganzen Geschichte war, wir saßen die ganze Zeit während der Fahrt im Zigarren- oder Zigarettenqualm. Ich kann den Geruch des Qualms, bis heute noch nicht ertragen und bin immer Nichtraucherin geblieben.

Und jetzt kommt wieder mein Opa ins Spiel… Geraucht wurde immer, ob die Leute Geld hatten oder nicht. Wenn das Geld mal knapp war, zahlten die Kunden an meinem Opa mit Naturalien, wie Schinken, Speck, Kartoffeln oder mit allem was sich so tauschen ließ. Zum größten Teil zum Leidwesen meiner Mutter, die nicht mehr wusste wohin mit dem ganzen „Kram“. Vom Möbelstück bis zum Hund war alles dabei. Gesindetisch, Spinnrad, Ölgemälde, Taschenuhren und vieles, vieles mehr. Einmal brachten wir einen kleinen stinkenden zotteligen Hund von einem Bauernhof mit nach Hause, der uns ins Auto gesprungen war und nicht mehr aussteigen wollte. Wir Kinder bitteteten und bettelten, dass wir ihn doch behalten durften und so fuhr er mit uns heim. Aber das Glück währte nicht lange, denn meine Mutter schlug die Hände über den Kopf zusammen, badete den Hund mit langen Fingern und schickte ihn samt Opa wieder zu dem Bauernhof zurück.

Manche Sachen wurden direkt an Nachbarn oder Bekannte weiterverkauft, aber die meisten landeten auf dem Dachboden und wurden eingelagert. So kam immer mehr dazu, aber bei einem 6-köpfigen Haushalt, einem riesengroßen Garten zur Selbstversorgung hatten sie nie die Zeit, sich um diesen Bestand zu kümmern. An Flohmarkt oder Internetverkauf war damals nicht zu denken, denn das gab es leider noch nicht.

Für mich ist der Dachboden eine Wundertüte, weil ich nicht sagen kann was sich dort alles verbirgt. Nur eines ist klar, es muss über kurz oder lang einiges raus…

Vieles an Kleinmöbel, Lampen, Bilder, Haushaltsartikel und Spielzeug konnte ich bisher schon in meiner Einrichtung integrieren.

Hier ein Beispiel: Eine Ecke zwischen meiner Küche und dem Esszimmer.

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